Ilfelder Steig
|
Ausgangspunkt: |
Bahnhof Ilfeld
|
Wanderstrecke: |
22,5 km |
Schwierigkeitsgrad: |
|
Wir wandern vom Bahnhof durch den Kurpark, überqueren die Hauptstraße
und biegen von dieser auf die Appenröder Straße ab, die bis zum Abzweig
Braunsteinhaus führt.
Das Gebiet um das Braunsteinhaus und die Harzburgen wurde im Mittelalter für
den Bergbau erschlossen. Die Förderung erfolgte in Tagebauen und im Stollenbetrieb.
Im Altbergbaugebiet am Braunsteinhaus dürfen Halden, Pingen und Schürfgräben
wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden. Heute befindet sich hier eine wunderschöne
Waldgaststätte, welche als Besonderheit die Betreibung eines Holzmeilers
nach historischen Vorlagen zeigt.
Vom 1820 errichteten Braunsteinhaus aus geht die Wanderung nordwärts.
In einem hübschen Kerbtal geht es durch Buchenwälder und Schonungen.
Nach 2,8 km führt der "Ilfelder Steig" nach links und 150 m steil
bergauf. An der Höhe erreichen wir die Schutzhütte am Kaiserplatz.
Wir haben bereits 7,2 km von Ilfeld zurückgelegt. Nach 200 m geht es nochmals
nach links. Nach etlichen Auf- und Abstiegen kommen wir auf einem Stein- und
Felspfad - unterhalb der Wilddiebsklippen - auf eine Bergkuppe. Von der Freifläche
blicken wir über zehn vulkanische Bergkegel und über tief eingeschnittene
Täler.
Von der Höhe gehen wir halbrechts abwärts, wo der Fahrweg oder auch
der Waldweg benutzt werden kann. Beide Wege führen ins Steinmühlental.
Hier stand einst eine Getreidemühle am Fuhrbach. Einige Mauerreste sind
noch als Zeitzeugen vorhanden. Am Rastplatz gibt eine Tafel Auskunft, dass die
Mühle bis zur Jahrhundertwende existierte. Am 19. Juni 1978 wurde das Gebäude
durch einen Wolkenbruch vom Hochwasser zerstört. Die Felspartien des Steinmühlentals
haben ihren besonderen Reiz.
Nun geht es 20 m wegabwärts bis zu einem nach rechts führenden Seitenweg.
Hier wandern wir leicht bergan. Auf dem folgenden Wiesenweg passieren wir einige
Feuchtstellen. Nach 30 min. steigen wir wieder steil bergauf. Auf halber Bergshöhe
erreichen wir einen Bergsattel. Auf dem "Ilfelder Steig" wandern wir
weiter durch Hochwald. An der Bergshöhe zeigt an einem Baum ein roter Pfeil
nach links. Etwa 500 m westlich von Rothesütte kommen wir an Schürfgräben
des Silberbergbaus vorbei. Weiter abwärts erreichen wir über ein Bächlein
die Fahrstraße Sülzhayn - Jägerfleck. Auf ihr wandern wir 500
m aufwärts und biegen dann links in den Wald ein.
Bis zum Großen Ehrenberg (ca. 635 m) sind es 30 min. An der Wegspinne
gehen wir am mittleren Weg und dann nach rechts weiter. An der waldfreien Fläche
mit einer Holzablage und der Sülzhayner Hütte erfolgt eine verdiente
Rast. Hier befindet sich auch der Grenzstreifen der ehemaligen innerdeutschen
Grenze. Wir überschreiten diesen und haben noch 3,8 km bis nach Zorge.
Nun geht es ständig bequem abwärts. Nach 30 min. zweigt ein Seitenweg
im spitzen Winkel nach links ab. Kontinuierlich wandern wir talwärts. In
ca. 30 min durchwandern wir das Kunzetal, und erreichen im oberen Zorge am Schwimmbad
unser Wanderziel.
Der Luftkurort Zorge ist die Endstation des "Ilfelder Steig". Der
Name des Ortes Zorge ist nach der bereits im Jahr 1249 benannten Erzhütte
"Szurgenges" des Klosters Walkenried entstanden. Heute ist Zorge ein
staatlich anerkannter Luftkurort mit 1750 Einwohnern und liegt 400 - 430 m über
NN.
Die Rückfahrt kann mit dem Bus bis nach Walkenried, weiter mit der Deutschen
Bahn nach Niedersachswerfen und anschließend mit der HSB nach Ilfeld zurück
erfolgen.
|