Auf der Sonnenseite des Harzes empfängt Sie die nördlichste Stadt des Freistaates
Thüringen. Die Besiedlungsanfänge des heutigen Städtchens reichen weit in das
6. Jh. zurück. Von einer Urkunde, die das Jahr 874 trägt, erfahren wir zum ersten
Mal von einer Ansiedlung Namens "Alarici" oder "Alrichestat".
Das
Stadtrecht erhielt Ellrich 1286 zuerkannt und war im 17./18. Jh. zeitweilig
der Regierungssitz der Grafen von Hohnstein. Der Ort und seine Bewohner durchlebten
zahlreiche Katastrophen, so drei große Feuersbrünste in den Jahren 1627, 1841
und 1860.
Das Heimatmuseum in der Hospitalstraße wurde bereits 1961 eingerichtet und
verfügt über einen großen Fundus. Das Gebäude selbst gehörte einst zum Komplex
des ehemaligen Hospitals "Zum heiligen Geist" aus dem Jahre 1127.
Trotz aller Stürme, die über den Ort hinweggefegt sind, können Sie noch heute
in den Straßen und Gassen schöne Fachwerkhäuser, Kirchen und unzählige Kleinode
entdecken, wie die alte Stadtmauer, den Raventurm mit Feuerwehrmuseum, den Hospitalkomplex
mit Kirche, die Frauenbergkirche als eine der ältesten Wehrkirchen Thüringens,
die Johanniskirche, die Bonifaciuskirche und den Nicolaiturm.
Für
Wanderfreunde ist der Südharz das wahre Paradies und Ellrich ein optimaler Ausgangspunkt,
um es zu erobern. Ein ausgedehntes Netz reizvoller Wanderwege in alle Himmelsrichtungen
lädt Sie ein. So befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ellricher Stadtwald.
Mit einer Größe von ca. 3,7 qkm eignet sich das sehr gut erschlossene Waldgebiet
hervorragend für Tageswanderungen - übrigens auch für Rollstuhlfahrer. Hier
vermittelt ganz nebenbei ein Naturlehrpfad mit übersichtlichen Tafeln Kenntnisse
zur heimatlichen Flora und Fauna.
Wenn Sie es jedoch sportlicher mögen, stehen Ihnen auch ausgedehnte Rund- und
Zielwanderwege zur Auswahl. Zu den bekanntesten zählen der über 450 km
lange Harzrundweg und der bemerkenswerte Karstwanderweg, der sich durch eine
außergewöhnliche Gipskarstlandschaft windet (über 150 km).