Die Besiedelung des Harzgebirges erfolgte durch verschiedene Volksstämme.
Ein Überbleibsel ist u.a. die heidnische Walpurgisfeier. Der römische
Geschichtsschreiber Tacitus schrieb Hercynia als Bezeichnung für den Gebirgswald,
der im Jahr 781 erste Erwähnung fand. Der Harz war eine germanische Außenfestung
gegen die Slaven. Er bildete die Grenze zwischen den cheruskischen Engern und
den Ostfalen sowie den süvischen Hermunduren. Übersetzung: Der Harz
bildete die natürliche Grenze zwischen den späteren Sachsen und Thüringern.
Die Bewohner waren selten sehr wohlhabend. Durch das raue Mittelgebirgsklima
verkürzte sich die Vegetationsphase und Ernten fielen geringer aus, als
im flachen Land. Von der Armut in manchen Harzorten zeugen noch die Namen Sorge
und Elend. Die wechselhafte Geschichte hinterließ ihre Spuren auch in
der Mythologie, die noch heute durch Sagen im Volksmund belegt werden. Jedem
Ilfelder sind zum Beispiel die Sagen vom Nadelöhr oder dem Gänseschnabel
bekannt.