Bergbau im Harz
Der Bergbau im Harz hat eine tausendjährige Tradition. Im Südharz,
hier besonders im Ilfelder Bereich, wurden verschiedene Erze und Mineralien
bergmännisch abgebaut. Dazu gehören Eisenerz, Kupfererz, Manganerz,
Baryt, Steinkohle und Gips.
In der Vielfalt interessanter Erze und Gesteinsarten auf kleinsten Raum liegt
Ilfeld in Deutschland an 7. Stelle. Ilfelder Mineralien und die Geologie sind
weltweit bekannt. Ilfeld ist deshalb auch im „GEOPARK HARZ“, welcher
in das Netzwerk der UNESCO eingebunden ist.
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| Foto: Manganit-Kristall |
Das mit Abstand berühmteste Mineral ist der Manganit, ein Manganhydroxid.
Abgebaut wurde es bis ca. 1922 in den Manganerzgruben zwischen Ilfeld und Sülzhayn.
Manganit bildet meist Stufen langprismischer, schwarzer, hochglänzender
Kristalle, welche in Ausnahmefällen eine Länge von 10 cm erreichen.
Da Manganit nirgendwo auf der Welt in solch hervorragenden Schaustufen vorkommt,
gilt Ilfeld als "Typlokalität" für dieses Mineral. Die Venezianer
im Harz, welche angeblich Gold suchten, waren auf das Manganit des Ilfelder
Raumes aus. Dieses Manganit oder auch „Brauneisenstein“ genannt,
wurde der Glaswäsche zugesetzt, um Venezianische Spiegel herstellen zu
können.
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| Foto: Abbaustrebe im Kupferschiefer-Schaubergwerk |
Weitere Schwerpunkte des Bergbaues befinden sich südlich von Ilfeld. Hier
gibt es das Kupferschiefer-Schaubergwerk "Lange Wand", ein in seinem
Ursprung belassenes Kupferschieferschaubergwerk mit Abbaustreben von 60 x 40
cm. Hier wurden aber nicht nur Kupfer, sondern auch Schwerspat und Kobalt abgebaut.
Das Geologische Fenster im Hanganschnitt der "Langen Wand" ist eine
weltweit bekannte Besonderheit.
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| Foto: Eingang des Rabensteiner Stollen |
Das ungewöhnlichste Vorkommen ist jedoch die Steinkohle im Ilfelder Becken.
Diese wurde 1737 am Rabenstein geschürft, und es ist das einzige Steinkohlenvorkommen
im Harz. Heute befindet sich dort das Steinkohlebesucherbergwerk "Rabensteiner
Stollen".
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