Das
ehemalige Kupferschiefer-Schaubergwerk befindet sich in einem kleinen Höhenzug
am südlichen Ortsausgang von Ilfeld. Er lieferte mit seinen Besonderheiten
den Namen für das Bergwerk. Dieses vermittelt wohl den besten Einblick
in die Geologie und Gewinnungstechnik des Kupferschiefers im Südharz.
Bereits im 16. Jahrhundert begannen hier die bergmännischen Aktivitäten
und setzten sich periodisch fort. 1698 und 1701 wurde nachweislich auf Kupferschiefer
gemutet. Es erfolgte der Abbau bis 1760. Durch zusitzende Wässer kam der
Bergbau zum Erliegen. 1846 erfolgte die Wiederaufnahme bis 1860, danach wurde
der Bergbau in der Langen Wand eingestellt. Die letzte Gewinnungsperiode wurde
für den Besucher 1982 im Originalzustand zugänglich gemacht.
Die
Verhüttung, der in der Grube "Lange Wand" gewonnenen Kupfer-
und Kobalterze, erfolgt auch in Ilfeld in zwei Hütten. Die ältere
Hütte befand sich in der Nähe der heutigen Papierfabrik, die zweite
Hütte, die Johanneshütte, auf dem Territorium des heutigen Hotels
"Zur Tanne".
Das Zentrum Ilfelds, mit seiner Bergbaugeschichte und seinen Kupferhütten,
können Sie auf den Spuren eines Kupferschieferlehrpfades erkunden. Das
kann unter fachlicher Führung oder nach eigenem Ermessen erfolgen. In
einer Broschüre wird der Verlauf des Lehrpfades erläutert und aufgezeichnet,
somit können Sie allein auf Erkundung gehen. Sie können die Broschüre
in der Südharztouristik Ilfeld-Information erhalten.
Sollten Sie sich für eine Führung entschließen, dann erleben
Sie im Schein der Grubenlampe des Bergmanns hautnah den einstigen Kupferschieferabbau,
und im Anschluss daran bieten wir Ihnen im "Kleinen Saal" eine Scherpermahlzeit
(Bergmannsessen) an.
Überzeugen Sie sich Über Tage von dem herausragenden Naturdenkmal
"Lange Wand". Die vegetationsfreie Felswand gibt einen Einblick über
die geologische Entwicklungsgeschichte von 270 Jahren.
Alle Urlauber mit Harz-Gastkarte
erhalten eine Ermäßigung bei den Preisen der Führungen.