Sozialverband VdK
Nach
dem Ende des 2. Weltkrieges gründeten Kriegsopfer Selbsthilfegruppen, mit
dem Ziel, die Interessen der betroffenen Kriegsbeschädigten, Witwen und
Waisen gegenüber den Verwaltungen zu vertreten. Auf dem Gebiet der ehemaligen
DDR kam es erst nach der Wende zur Gründung des Verbandes, der sich über
die Betreuung der Kriegsgeschädigten, darüber hinaus verstärkt
Arbeitsuchenden, Sozialhilfeempfängern, Behinderten, Patienten, Rentnern
und Sozialversicherten widmet, und so den Charakter eines Sozialverbandes ausbaute.
Der Landesverband Thüringen der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten
und Sozialrentner (VdK) wurde am 9. Juli 1990 in das Vereinsregister des Kreisgerichtes
Jena-Stadt eingetragen.
Im ehemaligen Kreis Sondershausen erfolgte die Gründung des VdK am 20.
November 1990, im einstigen Kreis Artern am 15. Februar 1991 und im Kreis Nordhausen
bereits am 22. Oktober 1990. Im Jahre 1994 schlossen sich die VdK-Kreisverbände
Sondershausen und Artern zum Kyffhäuserkreisverband zusammen. Am 18. November
2000 erfolgte die Fusion der Kreisverbände Nordhausen und Kyffhäuserkreis
zum Kreisverband Nordthüringen. Damit entstand ein gestärkter Kreisverband
mit heute etwa 1.000 Mitgliedern in 13 selbstständig arbeitenden Ortsverbänden.
Am 22. Mai 2003 in Jena und am 27./28. Juni 2003 in Frankfurt am Main wurde
die Verschmelzung der Landesverbände Thüringen und Hessen (gegründet
1946) zum großen Landesverband Hessen-Thüringen mit gegenwärtig
etwa 192.000 Mitgliedern beschlossen.
Der Ortsverband Ilfeld wurde am 30. Januar 1991 gegründet. Vorsitzender
wurde damals Walter Kubach, welcher trotz seines hohen Alters heute noch aktiv
im Ortsverband mitarbeitet. Der Ortsverband Ilfeld zählt heute über
80 Mitglieder und steht unter dem Vorsitz von Ingrid Müller. Gegenwärtig
laufen die Vorbereitungen zur Gründung eines weiteren Ortsverbandes im
Territorium in Ellrich. Hier ist Gisela Fischer Ansprechpartnerin. In den Ortsverbänden
erfolgt die unmittelbare Betreuung der Mitglieder.
Aktivitäten
Für viele, vor allem ältere oder nicht mehr so mobile Mitglieder
besonders wichtig: die persönliche Betreuung durch „ihre“ VdKler“.
Kranken- oder Geburtstagsbesuche gehören dabei natürlich zur „klassischen“
Betreuungsarbeit. Von besonderer Bedeutung aber sind die vielen tausend kleinen
Hilfen, die im Stillen geleistet werden: Ob jemand alleine lebt - sei es zu
Hause oder in einem Heim - und niemanden hat, der ihn besucht, mobilitätseingeschränkt
ist und bei Arzt- oder Behördengängen oder einem Spaziergang eine
Begleitung benötigt, sich nur Gesellschaft wünscht oder einfach jemanden
zum Reden braucht: im VdK ist niemand allein.
Natürlich kommt auch die Geselligkeit in den Ortsverbänden nicht
zu kurz. Informationsnachmittage, Ausflüge, traditionelle Veranstaltungen
wie Grillfeste, Frauentags- oder Weihnachtsfeiern bieten Abwechslung, die Gelegenheit,
aus den eigenen vier Wänden heraus zu kommen und schaffen Kontakte. Wir
bringen uns ein in das Geschehen der Gemeinde, gestalten Volksfeste wie 2005
das „Harzfest“ mit. Ein wichtiges Wort reden wir mit, wenn es um
die Integration behinderter Menschen oder Barrierefreiheit in unserer Kommune
geht, um behinderten und älteren Menschen Hindernisse möglichst aus
dem Weg zu räumen und ihre selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen.
Hilfe in sozialrechtlichen Fragen
Für viele Mitglieder ein wichtiger Grund, dem VdK beizutreten: die Sicherheit,
bei sozialrechtlichen Fragen einen kompetenten Ansprechpartner in der Nähe
zu wissen. Ob es um einen Kur-, Reha- oder Rentenantrag geht, die Anerkennung
einer Schwerbehinderung, die Suche nach einem geeigneten Pflegedienst oder einem
Heimplatz, Zuschuss-/Finanzierungsmöglichkeiten zum Verbleib in der eigenen
Wohnung, die Inanspruchnahme so genannter Nachteilsausgleiche unser Verband
berät die Mitglieder in allen Fragen des täglichen Lebens, die im
Zusammenhang mit Alter, Krankheit oder Behinderung auftreten können. Wir
zeigen Lösungswege auf, vermitteln Hilfen, übernehmen den Schriftverkehr
oder begleiten bei Arzt- oder Behördengängen.
In strittigen Fällen, wenn zur Durchsetzung der Rechte Widerspruch oder
Klage eingelegt werden müssen, werden unsere Mitglieder in allen Angelegenheiten
der Sozialversicherung, der Rehabilitation und des Behinderten- und Rentenrechts
durch die hauptamtlichen Sozialjuristen/innen in den Bezirksgeschäftsstellen
vor Behörden, Verwaltungen und Gerichten vertreten - wenn es sein muss,
durch alle Instanzen.
Ansprechpartner
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Vorsitzende:
Ingrid Müller
Karl-Marx-Str. 20
99768 Ilfeld
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Tel.: 036331 30565 |
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Behindertenbeauftragter des Kreises
Nordhausen
Frank Witting
Am Burgberg 5
99768 Ilfeld |
Tel.: 036331 46464
e-mail: Fubwi@web.de |
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Weitere Informationen
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