Freiwillige Feuerwehr Ilfeld-Wiegersdorf
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Brandschutz durch eine Pflichtfeuerwehr sichergestellt.
Aus dieser wurde dann schnell wieder eine Freiwillige Feuerwehr, in der immer
10 bis 15 Kameraden aktiv tätig waren.
Da die Feuerwehren in DDR-Zeiten dem Rat des Kreises unterstellt waren, war
die Arbeit hauptsächlich auf die Landesverteidigung ausgelegt. So fand
regelmäßig im Oktober eine Großübung der Brandschutzeinheiten
des Kreises Nordhausen statt, bei denen z. B. die Wassergasse für den Atomaren
Ernstfall geübt wurde.
Fahrzeuge wurden vom Land beschafft. So wurde am 07. Oktober 1969 ein LF8-8
TS STA auf Robur LO1800A übergeben. Dieser wurde erst 1995 ersetzt. Die
Feuerwehr wurde im Jahr zu durchschnittlich 5 Einsätzen gerufen. Aufgrund
der grenznahen Lage zu Niedersachsen waren immer sogenannte Passierscheine auf
dem Fahrzeug, da auch die Feuerwehren bei Einsatzfahrten in das Grenzgebiet
kontrolliert wurden.
Nach der Wiedervereinigung bekamen wir von unserer Partnergemeinde Niedernhausen
einen LF8 auf Opel Blitz. In der Zeit zwischen 1990-94 war der damalige Bürgermeister
der Meinung, dass Ilfeld keine Feuerwehr braucht. Dadurch wurden wichtige Neuanschaffungen
nicht getätigt und Fördermittel nicht genutzt. Die nachfolgenden Gemeindeoberhäupter
dachten anders über die FF, so dass sich die Lage wieder entspannt hat.
Zwischen 1997- 1998 gab es durch den damaligen Wehrführer radikale Änderungen,
so dass die meisten der älteren Kameraden die Wehr verließen. Heute
sind nur noch 5 Kameraden über 30 Jahre. Insgesamt kann die Wehr auf 30
aktive Kameraden zurück greifen.
Da sich nach der Wende das Einsatzspektrum verändert hat, fahren wir im
Schnitt 30-40 Einsätze im Jahr. Zu unserem Einsatzbereich zählen 2
Bundesstraßen, 1 Krankenhaus, 1 Altenheim, 1 Behindertenwohnheim, mehrere
Hotels und der größte Waldbereich in Thüringen.
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